Eastcoast USA and Canada with my brother

20 05 2014

Washington DC bis New York

 

In Washington schlafen wir mal wieder mit AirBnB. Bei Peter unserem Gastgeber klappt alles super, der Schlüssel liegt schon für uns bereit. Nach einer kurzen Verschnaufpause wollen wir die nähere Umgebung erkunden. Also laufen wir die Straße hinunter, vorbei an kleinen Botiquen und netten Bars. Plötzlich dann das Schild mit der Richtung zum Weißen Haus. Ich denk mir nur das kann nicht sein, dass wir grade schon 2,5 km gelaufen sind. Aber tatsächlich, es war nur noch um die Ecke. Schon standen wir da, an diesem wunderbaren sonnigen Sonntag. Direkt vor dem Weißen Haus. Nach einem kurzen Blick auf die Uhr haben wir festgestellt, dass es Zeit ist zurück zu gehen, denn wir hatten mal wieder nur 2 Stunden Parkzeit. Das mit dem Parken ist hier wirklich so eine Sache in Amerika. Nicht immer ganz einfach. Zum Glück haben wir später einen unbegrenzten gefunden. Also schnell zurück zum Auto. Leider wollten da meine neuen Schuhe nicht so wie ich. Jannek musste dann schonmal vorlaufen, weil ich einfach nicht mehr konnte. Angekommen habe ich dann das Übel gesehen. Unter jedem Fuß zwei riesige Blasen. Naja in 8 Monaten musste das ja irgendwann passieren. Somit hieß es dann die nächste Woche nicht ganz so viel laufen und schön die Füße voller Pflaster. Ich kann euch sagen das ist wiklich keine schöne Sache. Vor allem wenn man trotzdem viel läuft. Daher war auch unser Walk am nächsten Tag sehr anstrengend und dann auch nicht ganz so wie geplant. Für den Rückweg mussten wir auch auf den Buss zurückgreifen. Trotzdem haben wir uns alles angeschaut, was zu sehen war. Bei sonnigem Wetter war unser erstes Ziel das Capitol. Auf dem Weg an vielen alten Gebäuden, der Post und Museen vorbei. Kurz durch die Artgallerie geschaut und durch den Skulpturgarten gegangen. Washington ist wirklich ganz anders als alle anderen großen Städte, die ich sonst so in Amerika gesehen habe. Nichts mit Skyline und hohen Häusern.  Ich glaube hier ist schon der 10. Stock hoch. Uns hat es echt sehr gut gefallen. Das Capitol ist wahnsinnig groß, echt beeindruckend. Dank eines Wächters haben wir erfahren, dass man auf der anderen Seite auch rein gehen kann. Also einmal durch den Park und dann Stop am Securitycheck. Denn wir hatten wegen der Blasen Plaster und Schere dabei. Das wollte ich natürlich nicht wegschmeißen, also musste eine Lösung her. Wir sind etwas umhergelaufen und haben Ausschau nach den ganzen Kameras gehalten. Als keine mehr zu sehen waren hat Jannek das einfach in einer Astgabel im Baum versteckt. Dann zurück zum Securitycheck. Diesmal lief alles gut und wir konnten rein. Von Innen einfach nur riesig, hohe Decken und Säulen mit Blick durch die ganze Halle. Natürlich konnten wir in keinen Sitzungssaal, aber in die Bücherei. Hier waren vergoldete Decken und lange Gänge. Auch einen Blick in den bekannten Recherchesaal konnten wir werfen. Von dort sind wir dann auf der anderen Seite im Park und an etlichen Museen vorbei zu den ganzen Memorials. Auf dem Rückweg dann nochmal am Weißen Haus vorbei und ab in den Bus.

Am nächsten Morgen lief alles ganz entspannt, wobei wir uns dann von Peter doch etwas rausgeschmissen vorkamen. Plötzlich schon das Bett neu bezogen und unser Gepäck an die Haustür gestellt. Naja war etwas komisch. Wir sind dann nicht direkt nach Philladelphia gefahren, sondern haben uns noch kurz den riesigen National Friedhof auf der anderen Seite von Fluss angeschaut. Hier sind unter anderem die ganzen Präsidenten begraben. Keine Ahnung wie viele Quadratkilometer das waren. Nachmittags kommen wir in Südphilly an, wohl nicht die beste Gegend. Wir schlafen im Wohnzimmer auf der Luftmatratze bei Steve, auch über AirBnB. Nicht das schönste, aber doch bequemer als bei Peter. Es gibt außerdem kostenlose Parkplätze direkt vor der Tür und der Bus fährt auch um die Ecke. Um nach Downtown zu laufen ist es wirklich zu weit und mein Fuß findet das auch ganz ok. Da es schon relativ spät ist gehen wir nur noch einkaufen und kochen. Steve hat einen kleinen Hinterhof zum sitzen. Das Wetter ist super auch abends ist es noch relativ warm also essen wir Nudeln und trinken Wein draußen. Am nächsten Tag sind wir dann mit dem Bus in die Stadt gefahren. Wirklich was spezielles gibt es hier nicht zu sehen. Also laufen wir nur so durch die Stadt und schießen ein paar Fotos. Am Fluss entlang, wobei auch die Waterfront nicht wirklich toll ist. Wir haben festgestellt, das kann einfach nur Europa. Es ist echt klasse, dass mein Bruder dabei ist. Das wir das alles zusammen sehen, erleben und wenn auch nicht immer aber häufig der gleichen Meinung sind.

Am nächsten Tag kommen wir Mittags in Atlantic City an. Gut auf meinem Reiseplan stand das nun wirklich nicht. Aber Jannek wollte das Klein Las Vegas mal sehen. Wir konnten super günstig ein Zimmer mit zwei Betten im Showboat bekommen. Endlich mal wieder ein richtiges Bett und dann noch jeder ein eigenes. Erst fahren wir durch die Stadt kurz zum Meer, aber alles sieht so grau, alt und tristlos aus. Gar nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Es scheint so, als wenn das früher alles mal schick war aber jetzt alles verkommt. Am Nachmittag laufen wir die Promenade entlang und plötlich kommt die Sonne raus. Bei einem Drink am Meer sieht das ganze dann schon wieder anders aus. Casinohotel ist halt Casino und eigentlich immer gleich. Also schauen wir bei ein paar Runden zu und gehen dann nochmal im Dunkeln an die Promenade. Doch dann freuen wir uns eigentlich nur auf eine entspannte Nacht. Leider war aber das Kind von nebenan nicht der gleichen Meinung. Die ganze Nacht immer wieder wurde rumgeschriehen und die Tür geknallt.

Am nächsten Tag war Shoppingtime. Auf dem Weg zurück nach New York haben wir in Jersy in einem riesen Outlet angehalten und erstmal ordentlich zugeschlagen. Die Preise bei uns sind einfach unverschämt. Kann ich echt nicht nachvollziehen. Nach ca. 5 Stunden Extremshopping haben wir uns dann nach New York aufgemacht. Es war Freitagabend und einfach nur wahnsinniger Verkehr. Stau durch den ganzen Hollandtunnel und in der Stadt, da will ich gar nicht erst von anfangen. Wir hatten uns nämlich überlegt erst unseren New York Pass abzuholen, dann Einkaufen, alles ins Hostel bringen und dann schnell zum Flughafen das Auto wegbringen. Aber es kam alles anders als geplant. Totales Verkehrschaos, Regen und Stau. Wer in New York autofahren kann, der kann es überall auf der Welt, behaupte ich jetzt mal. Es war so anstrengend. Am schlimmsten sind die Taxifahrer, wenn man nicht bremst fahren die einem einfach ins Auto das ist denen echt egal. Einfach nur der Wahnsinn, das topt einfach alles, auch LA. Wir haben dann also von Einfahrt in NYC bis zurück vom Flughafen mit der Bahn und ins Hostel ganze 5 Stunden gebraucht. Wir waren nicht einkaufen, weil es natürlich keinen Parkplatz gab und kamen dann total gestreßt an. Als wir dann auch noch das mega enge Zehnerzimmer mit Fenster zur Straße gesehen haben, waren wir für den Tag echt bedient.



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